Friedenssicherung

Die Vereinten Nationen verfügen über ein vielseitiges Instrumentarium zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in Konfliktgebieten. Das Spektrum der UN-Friedenssicherung reicht von friedlicher Streitbeilegung bis hin zu militärischen Operationen, sie geschieht auf diplomatischem Weg, durch zivile und/oder militärische Friedensmissionen, mit Zustimmung der Konfliktparteien oder als Zwangsmaßnahme der internationalen Gemeinschaft. UN-Friedenssicherung versucht, den Ausbruch von Konflikten zu verhindern, greift in bestehende Konflikte ein und unterstützt den Aufbau eines stabilen Friedens nach deren Beendigung.

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Charta der Vereinten Nationen

"Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele:
1. den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen;(...)"

                                                                   Zitat aus: UN Charta; Kap. 1, §1, Abs. 1

  • Friedenssicherung Frieden und Gerechtigkeit (SDG 16)

    Wahlen in Liberia – Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Frieden?

    Frauen Polizistinnen und Präsidentin

    Am 10. Oktober 2017 wählt Liberia eine oder einen neuen Präsidenten bzw. eine neue Präsidentin, der oder die in die Fußstapfen der amtierenden Staatschefin Ellen Johnson Sirleaf treten soll. Die dritten Wahlen seit Ende des liberianischen Bürgerkriegs 2003 werden nicht nur in Liberia, sondern auch im Ausland mit großer Spannung verfolgt. Für viele politische BeobachterInnen markiert die anstehende Amtsübergabe einen entscheidenden Schritt in der demokratischen Transition des Landes: Mit dem verfassungsgemäßen Ende der 12-jährigen Amtszeit von Präsidentin Johnson Sirleaf steht der erste friedlichen Machtwechsel seit 1944 bevor.

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  • Frieden und Gerechtigkeit (SDG 16) Friedenssicherung

    Weltfriedenstag der Vereinten Nationen: seine Symbolik und Bedeutung in der Agenda 2030

    Am 21. September begehen wir den „Internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen“. Warum ist es wichtig, in diesem Kontext, Bezug zur Agenda 2030 zu nehmen? Regine Mehl vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik sagt: Die Agenda 2030 formuliert anspruchsvolle Eckpunkte für die Friedensfrage. Um dem Friedensziel ein starkes Fundament zu verleihen, müssen insbesondere die in der Agenda 2030 eingeforderten Partnerschaften eingegangen und Kohärenz zwischen den Zielen geschaffen werden.

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  • Friedenssicherung

    Stärkung des UN-Peacekeeping: Übergabe von Bundeswehrfähigkeiten an UN-Untergeneralsekretär Lacroix

    Untergeneralsekretär Jean-Pierre Lacroix, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Oberbürgermeister Ashok Sridharan

    Im Alten Rathaus der Stadt Bonn übergab Verteidigungs-ministerin von der Leyen am 7. September dem für das UN-Peacekeeping zuständigen Untergeneralsekretär Jean-Pierre Lacroix verschiedene Bundeswehrfähigkeiten zur Stärkung des UN-Peacekeeping. DGVN-Vorstandsmitglied, Winfried Nachtwei, MdB a.D., nahm an der Feierstunde teil.

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  • Konflikte & Brennpunkte Friedenssicherung Abrüstung Waffen/Waffenhandel Menschliche Sicherheit Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Bevölkerung

    Sanktionen des UN-Sicherheitsrats: Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln

    Sanktionen gegen bestimmte Staaten sind ein häufig genutztes Instrument des UN-Sicherheitsrats zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Erst kürzlich bestätigten die Mitgliedssaaten einstimmig ihre Entscheidung, das Regime in Nordkorea für seine erneuten Raketentests durch Ausfuhrverbote für Kohle, Eisen und Fisch zu sanktionieren. Solche Sanktionen können vielfältige Maßnahmen umfassen und zielen zumeist auf die wirtschaftliche und diplomatische Isolation eines Staates oder einer Personengruppe ab. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass vor allem die Zivilbevölkerung unter den Sanktionen leidet. Angesicht der aktuellen Entwicklung im Fall Nordkorea stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage der Sicherheitsrat hierbei handelt und wie wirksam die beschlossenen Sanktionen sind.

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  • Friedenssicherung

    Die Vereinten Nationen und „Cybernormen“ im digitalen Raum

    Bedrohungen im Cyberraum werden zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Angesichts folgenreicher Angriffe in den letzten Jahren und fehlender Regelwerke für das Verhalten von Staaten im Cyberraum, entstehen Chaos und Misstrauen, welche den Frieden im Netz gefährden. Schon länger wird von den Vereinten Nationen gefordert, internationale Normen und Verhaltensregeln für den Cyberraum zu entwickeln. Was als vielversprechendes Projekt begann, scheint nun an den harten Interessenkonflikten der Mitgliedsstaaten zu scheitern.

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  • Friedenssicherung Abrüstung Waffen/Waffenhandel

    Einstimmigkeit im UN-Sicherheitsrat: Überblick über die jüngste Resolution zu Sanktionen gegen Nordkorea

    Die Ständige Vertreterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley berät sich mit Liu Jieyi, dem ständigen Vertreter der Volksrepublik China, bei der Sitzung zu schärferen Sanktionen gegenüber Nordkorea am 05. August.

    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat mit der Resolution 2371 auf die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Regimes reagiert. Mit einer Ausweitung der Sanktionen soll Pjöngjang zum Einlenken gezwungen werden. Auch die Wiederaufnahme über Abrüstungsgespräche werden gefordert.

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  • Friedenssicherung

    Fortsetzung der UN-Beobachtermission in Kolumbien

    Soldaten der FARC geben ihre Waffen ab

    Der UN-Sicherheitsrat hat sich in seiner Sitzung am 30. Juni 2017 für eine Stärkung der Beobachtermission in Kolumbien ausgesprochen und eine zweite Mission in Aussicht gestellt. Seit 2016 sind die Vereinten Nationen damit beauftragt, das Waffenstillstandsabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und den Rebellen der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo (FARC-EP) zu überwachen.

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  • Konflikte & Brennpunkte Libyen Friedenssicherung Terrorismus

    Libyen - ein unlösbarer Konflikt?

    Die Flagge Libyens vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York (Juli 2016)

    Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen extrem fragil. Die Vereinten Nationen setzen sich mit einer politischen Mission für die Schaffung von stabilen Institutionen und Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau des Landes ein. Welchen Problemen stehen sie aktuell dabei gegenüber und wie könnte der Transitionsprozess des Landes vorangebracht werden?

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  • Menschenrechte aktuell Friedenssicherung

    Friedenssicherung: Menschenrechtsschutz durch Frauen

    Eine Frau in Armeeuniform steht vor einem Krankenwagen. Im Hintergrund sind zwei männliche Kollegen zu sehen.

    Frauen sind in den Friedens- sicherungsmissionen der Vereinten Nationen immer noch sehr stark unterrepräsentiert. In den 16 Friedensmissionen weltweit sind insgesamt mehr als 113.000 Menschen beschäftigt. Davon sind gerade einmal rund 7.700 weibliche Peacekeeper*innen, sowohl in Uniform, als auch zivil. Und das, obwohl die Bedeutung von Frauen für Friedensmissionen vielfach belegt und oft gefordert wird. Insbesondere für die Förderung der Menschenrechte können Frauen im Einsatz mehr Gruppen der Gesellschaft erreichen als ihre männlichen Kollegen. Während sich die Anzahl an Frauen im Einsatz zwar in den letzten 20 Jahren langsam erhöht hat, ist ein echter Wandel aber noch nicht in Sicht.

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  • Friedenssicherung

    Friedenskonsolidierung in der Elfenbeinküste – Eine Erfolgsgeschichte?

    Polizeikontrollen 3 Männer

    Sechs Jahre nach Ende der ivoirianischen Wahlkrise 2010/2011, der 3000 Menschen zum Opfer fielen, bereitet sich die Mission der Vereinten Nationen ONUCI (Opération des Nations Unies en Côte d’Ivoire) auf den baldigen Abzug aus der Elfenbeinküste vor. In Anbetracht der zunehmenden Stabilität ordnete der UN-Sicherheitsrat mit der Resolution 2284 im April 2016 das Ende der Mission an, die oftmals als besonders erfolgreiches Beispiel der Friedenssicherung und -konsolidierung der Vereinten Nationen angeführt wird. Doch wie ist die Lage heute in der Elfenbeinküste? Kann tatsächlich von einem stabilen Frieden gesprochen werden?

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  • Weitere Nachrichten im Archiv
UN-Foto: Marie Frechon

UN-Friedensmissionen

Das Entsenden von Friedensmissionen in Konfliktgebiete ist ein zentrales Instrument der UN-Friedenssicherung.

Sicherheitsrat

Der Sicherheitsrat trägt die "Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit".

UN-Sekretariat

Im UN-Sekretariat sind die Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze (DPKO) sowie die Hauptabteilung Politische Angelegenheiten (DPA) für die Planung und Durchführung von Friedensmissionen bzw. Politischen Missionen zuständig.

Kommission für Friedenskonsolidierung

Die Kommission für Friedenskonsolidierung nimmt die Übergangsphase zwischen dem Krisenmanagement unmittelbar nach der Beendigung eines Konflikts und dem Wiederaufbau der Nachkriegsstaaten in den Blick.

Generalsekretär und Sonderbeauftragte

Der Generalsekretär und seine Sonderbeauftragten spielen v.a. eine wichtige Rolle als Vermittler in Konflikten.

Internationale Strafgerichte

Die Sondertribunale für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda sollen durch Wahrheitsfindung und Aufarbeitung der Vergangenheit zur Versöhnung nach Konflikten beitragen.