Konflikte und Brennpunkte

Die Zahl der Kriege und bewaffneten Konflikte nahm seit den 1990er Jahren ab – waren es 1993 noch 63, so wurden im Jahr 2012 weltweit 34 gezählt. Dabei handelt es sich in erster Linie um innerstaatliche Konflikte und Bürgerkriege zwischen einer Regierung und bewaffneten Gruppierung oder zwischen verschiedenen bewaffneten Konfliktparteien. Dagegen nahmen seit dem Ende des Kalten Krieges Konflikte zu, die unterhalb der Kriegsschwelle angesiedelt wurden und durch immer wiederkehrende Gewalt gekennzeichnet sind. Auch sie sind von massiven Menschenrechtsverletzungen und Gewalt bis hin zu Massakern und Völkermord geprägt. Besonders in armen Ländern sterben zahlreiche Menschen unmittelbar oder an den Folgen der oft über Jahre andauernden Gewaltkonflikte. weiterlesen>>>

  • Syrien Konflikte & Brennpunkte

    Sechs Jahre Krieg in Syrien: (K)eine Lösung mit den Vereinten Nationen?

    Syrien-Gespräche in Genf am 23. Februar

    Der Krieg in Syrien geht ins siebte Jahr und forderte bereits eine halbe Million Menschenleben. Die vielfältigen Anstrengungen der Vereinten Nationen konnten den Konflikt bisher nicht befrieden. Aktuell wird das Momentum der brüchigen Waffenruhe für die Aushandlung einer politischen Lösung genutzt. Die Vereinten Nationen scheinen dabei jedoch mehr denn je vom Gestaltungswillen ihrer Mitgliedsstaaten abhängig zu sein. Eine Bestandsaufnahme.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Ukraine verklagt Russland vor dem Internationalen Gerichtshof

    Die Ukraine wirft Russland vor, die UN-Konventionen gegen Diskriminierung und gegen die Finanzierung von Terrorismus verletzt zu haben. Dabei geht es um die annektierte Halbinsel Krim sowie den Krieg in der Ostukraine. Fraglich ist, ob sich der Internationale Gerichtshof als zuständig erachtet. Eine Entscheidung im Prozess ist erst in Jahren zu erwarten.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Machtwechsel in Gambia: Ein demokratischer Neuanfang?

    Die Bedrohung einer militärischen Intervention veranlasste nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats über 45000 Gambier zur Flucht

    Der überraschende Sieg des Immobilienmaklers Adam Barrow bei den Präsidentschafts-wahlen in Gambia ließ in der gesamten westafrikanischen Region Hoffnungen auf einen friedlichen Machtwechsel und eine neue Ära der Demokratie in Gambia aufkommen. Diese Hoffnungen wurden schnell zerstreut als Jammeh den Wahlausgang, den er zunächst anerkannt hatte, am 9. Dezember zurückwies. Erst nach Beginn des Einmarsches von ECOWAS-Truppen erklärte er sich bereit, ins Exil zu gehen. Für seinen Nachfolger Adam Barrow ist es ein Neuanfang unter schweren Bedingungen.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    UN-Politik unter Trump – zieht sich die „unverzichtbare Nation“ aus der Weltpolitik zurück?

    Die US-amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund steht eine Gruppe aus Pressevertretern.

    Die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im November hat viele Beobachter bestürzt und verunsichert. Die Außenpolitik galt aufgrund der vagen und widersprüchlichen Äußerungen des Republikaners bisher als große Unbekannte. Nach einer Woche im Amt zeichnen sich jedoch erste Konturen ab, die in den Vereinten Nationen große Besorgnis auslösen. Zieht die neue US-Regierung ihre Planungen konsequent durch, droht ein Rückzug der Vereinigten Staaten aus den Vereinten Nationen.

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  • Friedenssicherung Konflikte & Brennpunkte Syrien

    Russland und die Vereinten Nationen: Aktuelle Bestandsaufnahme am Beispiel des Syrien-Konflikts

    Der scheidende VN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin

    Russland nimmt in den Vereinten Nationen verstärkt eine Sonderrolle ein. Im Sicherheitsrat scheitern immer wieder Resolutionen zum Krieg in Syrien an russischen Vetos. Das Land nutzt sein Vetorecht dabei zur Machtprojektion und zielt durch sein Gegengewicht zu westlichen Initiativen auf die Schaffung einer multipolaren Weltordnung ab.

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  • Konflikte & Brennpunkte Menschliche Sicherheit Politik & Gesellschaft

    Präsident Trump: Zwischen Isolationismus und Kraftmeierei

    Donald Trump, der gewählte 45. Präsident der USA, auf einer Veranstaltung im Jahr 2011. Foto: Gage Skidmore

    Es gehört zu einer beliebten Übung der Europäer, die Außenpolitik der Vereinigten Staaten zu kritisieren. Jetzt wo Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt ist, wird sich so mancher die alte Ordnungsmacht USA wohl bald zurückwünschen. Es deutet vieles darauf hin, dass die gefährliche Mischung aus Trumps Kraftmeierei und Isolationismus die Welt zu einem unsichereren Ort machen wird und Autokraten in das entstehende Machtvakuum stoßen. Auch die Vereinten Nationen könnten an Bedeutung verlieren. Ein Kommentar von Mirko Vossen.

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  • Menschenrechte aktuell Konflikte & Brennpunkte

    Jemen: Saudi-Arabien blockiert weiter Untersuchung von Kriegsverbrechen

    Der Einschlagsort einer Bombe ist zu sehen. Komplett ausgebrannte Autos, verkohlte Rest und schwarze Erde, Trümmer. Dazwischen stehen einige Männer.

    Mit einem schweren Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Koalition auf eine Trauerfeier erreichte der Krieg im Jemen einen weiteren tragischen Höhepunkt. Nun sollen 72 Stunden Waffenruhe herrschen. Es besteht die vage Hoffnung, dass diese verlängert werden könnte, um erneuten Friedensgesprächen den Weg zu bahnen. Eine unabhängige Untersuchung der möglichen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen im Jemen durch die Vereinten Nationen ist, trotz Bemühungen des Hohen Kommissars für Menschenrechte, jedoch noch nicht in Sicht. Denn Saudi-Arabien blockiert das Vorhaben im UN-Menschenrechtsrat. Menschenrechtsorganisationen fordern nicht nur deshalb einen Ausschluss Saudi-Arabiens aus dem Rat.

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  • Zivilgesellschaft Menschenrechte & Entwicklung Konflikte & Brennpunkte Menschliche Sicherheit

    Steht nach dem ‚Nein’ in Kolumbien nachhaltiger Frieden auf dem Spiel?

    demonstrierende Menschen in Bogota

    In Kolumbien überschlagen sich aktuell die Ereignisse. Zehntausende protestierten vergangene Woche in Bogotá für den Frieden. Am Freitag wurde bekannt, dass dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos der Friedensnobelpreis verliehen werden soll. Das, obwohl – oder gerade weil – am Sonntag zuvor das kolumbianische Volk in einem historischen Referendum den Friedensvertrag zwischen den Rebellen und der kolumbianischen Regierung abgelehnt hatte. Kristina Lunz berichtet über ihre persönlichen Eindrücke am Tag des Votums, über ein gespaltenes Land und über die Bedeutung des Referendums für Opfer- und Frauenrechtsorganisationen.

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  • Syrien Konflikte & Brennpunkte Abrüstung

    UN-Untersuchungskommission: Assad-Regime und IS setzten Chemiewaffen ein

    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon trifft Virginia Gamba, Leiterin des Gemeinsamen Investigativmechanismuses der UN und der OPCW

    Nach einem Bericht einer Untersuchungs-kommission der Vereinten Nationen herrscht nun Gewissheit: das Regime al-Assads und der sogenannte Islamische Staat setzten im Syrienkrieg Chemiewaffen ein. Ob dies nun Konsequenzen hat, hängt von den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates ab.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Konflikt im Südsudan eskaliert

    Eine lange Reihe von bewaffneten Soldaten marschiert auf einem Feldweg.

    Kurz vor dem fünften Unabhängigkeitstag des Südsudan am 9. Juli ist der Konflikt zwischen den bewaffneten Truppen von Präsident Salva Kiir und Vizepräsident Riek Machar erneut eskaliert und forderte bereits hunderte Todesopfer. Das 2015 geschlossene Friedensabkommen wurde nur unzureichend umgesetzt; die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die angespannte Lage zu beruhigen. Ein stabiler Frieden scheint in weite Ferne gerückt zu sein.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv
DR Kongo: Zivilisten fliehen vor Gewalt. UN-Foto: A Burridge

Konflikte als Migrationsursache und UN-Einsätze in Afrika

Interaktive Grafik: Auszug aus dem Interaktiven Medienprojekt "Migration als Chance", Stand: Mai 2011 ©DGVN

Blickpunkt Sudan

Hissen der südsudanesischen Flagge am Palais des Nations, Genf, am 21. Juli 2011. UN-Foto: Jean-Marc Ferré

Mit der Unabhängigkeit des Südsudan entstand am 9. Juli 2011 ein neuer Staat in Afrika. Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg hofft die Zivilbevölkerung nun auf ein Ende der Konflikte und auf ein Leben in Frieden und Sicherheit. Das jüngste UN-Mitglied steht jedoch vor großen Herausforderungen.
Die aktuelle Blaue Reihe "Blickpunkt Sudan. Perspektiven für Peacekeeping, Peacebuilding und den unabhängigen Südsudan" ist das Ergebnis einer DGVN-Studienreise, die im März 2010 stattfand. 16 DGVN-Mitglieder besuchten Khartum und Juba und lernten dabei die UN-Friedensaktivitäten vor Ort kennen. In zahlreichen Beiträgen schildern sie ihre Eindrücke und vermitteln ein umfassendes Bild der Situation im Südsudan, aber auch der Perspektiven für den Norden.

>>> Zum Volltext "Blaue Reihe 110: Blickpunkt Sudan"

Lesen Sie außerdem in Heft 1/2011 der Zeitschrift Vereinte Nationen den Standpunkt "Südsudan: neuer Staat, große Herausforderungen" von Martin Pabst oder schauen Sie sich die nachfolgende Fotostrecke der Studienreise an. 

Studienreise Sudan, 18.-25.3.2011

Blickpunkt Liberia

Peacebuilding in einem fragilen Staat

Berlin 2007, 92 Seiten, Schutzgebühr 2,50 € (bestellen Sie hier)

Zum Inhalt: Diese Ausgabe der BLAUEN REIHE dokumentiert Termine und Gespräche der DGVN-Studienreise nach Liberia vom 25. März bis 1. April 2007.  

Vollständige Textversion (PDF, 3 MB)

Blickpunkt Timor-Leste

Peacekeeping am anderen Ende der Welt - zehn Jahre nach dem Unabhängigkeitsreferendum

Mit der neu erschienenen Publikation legt die DGVN eine aktuelle Studie eines Landes vor, in dem sich die Vereinten Nationen bereits seit mehr als zehn Jahren engagieren. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis einer DGVN-Studienreise nach Timor-Leste im Jahr 2009. Die Broschüre mit Fotos und Kartenmaterial umfasst 99 Seiten und erschien im Juli 2010.
Leitet Herunterladen der Datei einInhaltsverzeichnis
Auszüge:
Leitet Herunterladen der Datei einUNMIT – oder: Wie man eine gelernte Lektion in der Praxis anwendet (Ekkehard Griep)
Leitet Herunterladen der Datei einImpressionen aus Timor-Leste (Klaus Gerber)
Die Gesamtausgabe der BLAUEN REIHE Nr. 107 können Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro bestellen.