Konflikte und Brennpunkte

Die Zahl der Kriege und bewaffneten Konflikte nahm seit den 1990er Jahren ab – waren es 1993 noch 63, so wurden im Jahr 2012 weltweit 34 gezählt. Dabei handelt es sich in erster Linie um innerstaatliche Konflikte und Bürgerkriege zwischen einer Regierung und bewaffneten Gruppierung oder zwischen verschiedenen bewaffneten Konfliktparteien. Dagegen nahmen seit dem Ende des Kalten Krieges Konflikte zu, die unterhalb der Kriegsschwelle angesiedelt wurden und durch immer wiederkehrende Gewalt gekennzeichnet sind. Auch sie sind von massiven Menschenrechtsverletzungen und Gewalt bis hin zu Massakern und Völkermord geprägt. Besonders in armen Ländern sterben zahlreiche Menschen unmittelbar oder an den Folgen der oft über Jahre andauernden Gewaltkonflikte. weiterlesen>>>

  • Kein Hunger (SDG 2) Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (SDG 17) Konflikte & Brennpunkte

    Eine Welt ohne Hunger in einer Welt voller Kriege?

    Trotz der Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft, den Hunger bis 2030 zu beenden, gab es 2016 rund 38 Millionen mehr hungernde Menschen als im Vorjahr. Einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen zufolge sind bewaffnete Konflikte der Hauptgrund für diesen drastischen Anstieg. Vor dem Hintergrund des heutigen Welternährungstags ist es daher notwendig, die besonderen Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Ernährungssicherung und Friedensförderung stärker in den Blick der Entwicklungspolitik zu rücken, fordern Daniel Wegner und Michael Brüntrup vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik.

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  • Konflikte & Brennpunkte Menschenrechte aktuell

    Verfolgte Rohingya: Lage in Myanmar eskaliert

    Auf dem Bild sind vor allem Kinder zu sehen, die sich auf einem kleinen staubigen Gang in einem Flüchtlingscamp aufhalten.

    Die muslimischen Rohingya leben am Rande der Gesellschaft. Im buddhistisch geprägten Myanmar leiden sie seit Jahrzehnten unter Verfolgung und Unterdrückung. Derzeit eskaliert die Lage erneut. Nach schweren Kämpfen sind laut UNHCR-Angaben mehr als 370.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch geflohen. Diejenigen, die im Bundesstaat Rakhine zurückgeblieben sind, könnten nun Opfer einer brutalen Militäroperation werden.

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  • Konflikte & Brennpunkte Friedenssicherung Abrüstung Waffen/Waffenhandel Menschliche Sicherheit Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Bevölkerung

    Sanktionen des UN-Sicherheitsrats: Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln

    Sanktionen gegen bestimmte Staaten sind ein häufig genutztes Instrument des UN-Sicherheitsrats zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Erst kürzlich bestätigten die Mitgliedssaaten einstimmig ihre Entscheidung, das Regime in Nordkorea für seine erneuten Raketentests durch Ausfuhrverbote für Kohle, Eisen und Fisch zu sanktionieren. Solche Sanktionen können vielfältige Maßnahmen umfassen und zielen zumeist auf die wirtschaftliche und diplomatische Isolation eines Staates oder einer Personengruppe ab. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass vor allem die Zivilbevölkerung unter den Sanktionen leidet. Angesicht der aktuellen Entwicklung im Fall Nordkorea stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage der Sicherheitsrat hierbei handelt und wie wirksam die beschlossenen Sanktionen sind.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Venezuela – noch Demokratie oder bereits Diktatur?

    Venezuela auf der Weltkarte

    Seit über 100 Tagen tobt in Venezuela ein Machtkampf zwischen der sozialistisch geführten Regierung unter Nicolás Maduro auf der einen, und weiten Teilen der venzolanischen Bevölkerung auf der anderen Seite. Durch die Entmachtung der Opposition, Verstöße gegen die Menschenrechte und Verhaftung seiner Widersacher gibt sich Maduro die größte Mühe, seinen Machtapparat zu erhalten. Doch ist solch ein Staat noch eine Demokratie?

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  • DGVN-Nachrichten UN-Aktuell Konflikte & Brennpunkte

    DGVN unterstützt Kampagne #nichtvergesser

    Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der DGVN mit einem Knoten in der UN-Flagge

    Die DGVN unterstützt die Kampagne #nichtvergesser – eine gemeinsame Initiative des Auswärtigen Amtes und deutscher humanitärer Hilfsorganisationen, um auf vergessen Krisen aufmerksam zu machen.

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  • Konflikte & Brennpunkte Libyen Friedenssicherung Terrorismus

    Libyen - ein unlösbarer Konflikt?

    Die Flagge Libyens vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York (Juli 2016)

    Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen extrem fragil. Die Vereinten Nationen setzen sich mit einer politischen Mission für die Schaffung von stabilen Institutionen und Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau des Landes ein. Welchen Problemen stehen sie aktuell dabei gegenüber und wie könnte der Transitionsprozess des Landes vorangebracht werden?

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  • Syrien Konflikte & Brennpunkte

    Sechs Jahre Krieg in Syrien: (K)eine Lösung mit den Vereinten Nationen?

    Syrien-Gespräche in Genf am 23. Februar

    Der Krieg in Syrien geht ins siebte Jahr und forderte bereits eine halbe Million Menschenleben. Die vielfältigen Anstrengungen der Vereinten Nationen konnten den Konflikt bisher nicht befrieden. Aktuell wird das Momentum der brüchigen Waffenruhe für die Aushandlung einer politischen Lösung genutzt. Die Vereinten Nationen scheinen dabei jedoch mehr denn je vom Gestaltungswillen ihrer Mitgliedsstaaten abhängig zu sein. Eine Bestandsaufnahme.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Ukraine verklagt Russland vor dem Internationalen Gerichtshof

    Die Ukraine wirft Russland vor, die UN-Konventionen gegen Diskriminierung und gegen die Finanzierung von Terrorismus verletzt zu haben. Dabei geht es um die annektierte Halbinsel Krim sowie den Krieg in der Ostukraine. Fraglich ist, ob sich der Internationale Gerichtshof als zuständig erachtet. Eine Entscheidung im Prozess ist erst in Jahren zu erwarten.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Machtwechsel in Gambia: Ein demokratischer Neuanfang?

    Die Bedrohung einer militärischen Intervention veranlasste nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats über 45000 Gambier zur Flucht

    Der überraschende Sieg des Immobilienmaklers Adam Barrow bei den Präsidentschafts-wahlen in Gambia ließ in der gesamten westafrikanischen Region Hoffnungen auf einen friedlichen Machtwechsel und eine neue Ära der Demokratie in Gambia aufkommen. Diese Hoffnungen wurden schnell zerstreut als Jammeh den Wahlausgang, den er zunächst anerkannt hatte, am 9. Dezember zurückwies. Erst nach Beginn des Einmarsches von ECOWAS-Truppen erklärte er sich bereit, ins Exil zu gehen. Für seinen Nachfolger Adam Barrow ist es ein Neuanfang unter schweren Bedingungen.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    UN-Politik unter Trump – zieht sich die „unverzichtbare Nation“ aus der Weltpolitik zurück?

    Die US-amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund steht eine Gruppe aus Pressevertretern.

    Die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im November hat viele Beobachter bestürzt und verunsichert. Die Außenpolitik galt aufgrund der vagen und widersprüchlichen Äußerungen des Republikaners bisher als große Unbekannte. Nach einer Woche im Amt zeichnen sich jedoch erste Konturen ab, die in den Vereinten Nationen große Besorgnis auslösen. Zieht die neue US-Regierung ihre Planungen konsequent durch, droht ein Rückzug der Vereinigten Staaten aus den Vereinten Nationen.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv
DR Kongo: Zivilisten fliehen vor Gewalt. UN-Foto: A Burridge

Konflikte als Migrationsursache und UN-Einsätze in Afrika

Interaktive Grafik: Auszug aus dem Interaktiven Medienprojekt "Migration als Chance", Stand: Mai 2011 ©DGVN

Blickpunkt Sudan

Hissen der südsudanesischen Flagge am Palais des Nations, Genf, am 21. Juli 2011. UN-Foto: Jean-Marc Ferré

Mit der Unabhängigkeit des Südsudan entstand am 9. Juli 2011 ein neuer Staat in Afrika. Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg hofft die Zivilbevölkerung nun auf ein Ende der Konflikte und auf ein Leben in Frieden und Sicherheit. Das jüngste UN-Mitglied steht jedoch vor großen Herausforderungen.
Die aktuelle Blaue Reihe "Blickpunkt Sudan. Perspektiven für Peacekeeping, Peacebuilding und den unabhängigen Südsudan" ist das Ergebnis einer DGVN-Studienreise, die im März 2010 stattfand. 16 DGVN-Mitglieder besuchten Khartum und Juba und lernten dabei die UN-Friedensaktivitäten vor Ort kennen. In zahlreichen Beiträgen schildern sie ihre Eindrücke und vermitteln ein umfassendes Bild der Situation im Südsudan, aber auch der Perspektiven für den Norden.

>>> Zum Volltext "Blaue Reihe 110: Blickpunkt Sudan"

Lesen Sie außerdem in Heft 1/2011 der Zeitschrift Vereinte Nationen den Standpunkt "Südsudan: neuer Staat, große Herausforderungen" von Martin Pabst oder schauen Sie sich die nachfolgende Fotostrecke der Studienreise an. 

Studienreise Sudan, 18.-25.3.2011

Blickpunkt Liberia

Peacebuilding in einem fragilen Staat

Berlin 2007, 92 Seiten, Schutzgebühr 2,50 € (bestellen Sie hier)

Zum Inhalt: Diese Ausgabe der BLAUEN REIHE dokumentiert Termine und Gespräche der DGVN-Studienreise nach Liberia vom 25. März bis 1. April 2007.  

Vollständige Textversion (PDF, 3 MB)

Blickpunkt Timor-Leste

Peacekeeping am anderen Ende der Welt - zehn Jahre nach dem Unabhängigkeitsreferendum

Mit der neu erschienenen Publikation legt die DGVN eine aktuelle Studie eines Landes vor, in dem sich die Vereinten Nationen bereits seit mehr als zehn Jahren engagieren. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis einer DGVN-Studienreise nach Timor-Leste im Jahr 2009. Die Broschüre mit Fotos und Kartenmaterial umfasst 99 Seiten und erschien im Juli 2010.
Inhaltsverzeichnis
Auszüge:
UNMIT – oder: Wie man eine gelernte Lektion in der Praxis anwendet (Ekkehard Griep)
Impressionen aus Timor-Leste (Klaus Gerber)