DR Kongo

Schutz der Zivilbevölkerung in DR Kongo stärken

MONUC-Blauhelm mit Dorfkindern. Foto: Marie Frechon / UN.

In einem gemeinsamen Aufruf fordern internationale Nichtregierungsorganisationen den UN-Sicherheitsrat auf, bei der Ende Juni anstehenden Verlängerung des MONUSCO-Mandats verstärkt den Schutz der Zivilbevölkerung zu berücksichtigen. Besonders die Übergriffe seitens der ugandischen Rebellenbewegung Lord´s Resistance Army in den nördlichen Regionen der Demokratischen Republik Kongo gelte es durch eine erhöhte Präsenz von Peacekeeping-Truppen einzudämmen. Das derzeitige Mandat der MONUSCO (Stabilisierungsmission der Organisation der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo) sei nicht hinreichend ausgestattet, um der andauernden Gewalt gegen die Zivilbevölkerung Einhalt zu gebieten. Der Sicherheitsrat solle daher entsprechende Ressourcen und Personal bereitstellen, auch, um eine Gewalteskalation im Vorfeld der für November dieses Jahres angesetzten Präsidentschaftswahlen zu verhindern.

Der Aufruf wird am 9. Juni anlässlich der Beratungen über die Zukunft der MONUSCO im UN-Sicherheitsrat veröffentlicht. Er wird von 47 internationalen und kongolesischen Nichtregierungsorganisationen, unter ihnen Human Rights Watch, Oxfam und die Deutsche Welthungerhilfe, unterstützt.

MONUSCO (United Nations Organization Mission in Democratic Republic of the Congo) nahm ihre Tätigkeit am 1. Juli 2010 als Nachfolgemission der 1999 eingesetzten MONUC (United Nations Organization Mission in Democratic Republic of the Congo, Mission der Organisation der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo) auf. Primärer Zweck ist der Schutz der Zivilbevölkerung und die Unterstützung der Regierung bei der Friedenskonsolidierung.


(Tina Schmidt)

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