Vereinte Nationen und Terrorismus

Bereits seit Jahrzehnten befassen sich die Vereinten Nationen mit der Bekämpfung des Terrorismus. Von Beginn an richteten sich die Resolutionen von Generalversammlung und Sicherheitsrat auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in diesem Feld. Die Empfehlungen und Maßnahmen verfolgen insbesondere die Ziele, Terrorismusfinanzierung zu unterbinden, internationalen Waffenhandel zu kontrollieren, "Rückzugsräume" abzuschaffen, Reisemöglichkeiten verdächtiger Personen einzuschränken sowie den zwischenstaatlichen Informationsaustausch über Ermittlungsergebnisse zu fördern.

>>> weiterlesen

  • Terrorismus

    UNO-Botschafter skizziert Schwerpunkte der deutschen Sicherheitsratsmitgliedschaft

    Deutschland ist für die Jahre 2011/2012 in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden. Daraus ergeben sich sowohl Pflichten als auch Chancen, wie der deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen Peter Wittig in seinem aktuellen Gastbeitrag für die Zeitschrift Vereinte Nationen darlegt. Zu den Pflichten gehört, bei der Lösung oder zumindest Beruhigung der aktuellen Konflikte eine konstruktive und gestaltende Rolle zu spielen – seien dies Sudan, Somalia, die Côte d'Ivoire, Iran oder Nordkorea. Chancen ergeben sich aus der Übernahme der Federführung des Afghanistan-Dossiers und der Vorsitze des Al-Qaida/Taliban-Sanktionsausschusses sowie der Arbeitsgruppe ›Kinder und bewaffnete Konflikte‹. Weitere Schwerpunkte werden die Bekämpfung der Proliferation von Massenvernichtungswaffen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit und die Friedenskonsolidierung sein.

    Weiterlesen

  • Terrorismus

    Dem Terrorismus begegnen

    Terrorismus ist kein neues Thema in den Vereinten Nationen. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich die Weltorganisation damit, das Phänomen zu begreifen, zu definieren und Maßnahmen zum Schutz und zur Vorbeugung zu entwerfen. Der Sicherheitsrat verabschiedete zahlreiche weitreichende  Resolutionen und die Generalversammlung 13 Konventionen zur Bekämpfung von Terrorismus. Aus diesen Konventionen eine einzige umfassende zu machen, scheiterte bislang am fehlenden Konsens über die Definition von Terrorismus. Die fehlende Einigung drohte, ein konzertiertes Vorgehen der internationalen Gemeinschaft auf lange Sicht zu vereiteln. Daher ist es als ein Erfolg anzusehen, dass die Generalversammlung im September 2006 die ›Weltweite Strategie der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Terrorismus‹ verabschiedete. Im Gegensatz zu den Resolutionen des Sicherheitsrats und den Konventionen spiegelt sie den Konsens der gesamten UN-Mitgliedschaft wider und ermöglicht somit nun ein konzertiertes Vorgehen. Heft 4/2009 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN beschäftigt sich mit den verschiedenen Facetten des Themas.

    Weiterlesen

  • Weitere Nachrichten im Archiv

Vereinte Nationen und Terrorismus

"Wir verurteilen mit Nachdruck den Terrorismus in allen seinen Arten und Erscheinungsformen, gleichviel von wem, wo und zu welchem Zweck er begangen wird, da er eine der schwersten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit darstellt."

(Ergebnisdokument UN-Weltgipfel 2005)

Transnationaler Terrorismus & fragile Staaten

Die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA hatten gezeigt, dass der internationale Terrorismus der 1970er und 1980er Jahre zunehmend durch den transnationalen Terrorismus abgelöst worden war. Dieser operiert unabhängig von nationalstaatlichen Grenzen und verfügt über weltweit vernetzte Strukturen; ein transnationales Netzwerk aus Terrorgruppen, die zwar autonom agieren, aber dennoch strategisch, ideologisch und strukturell miteinander verbunden sind. Ihr Kampf richtet sich auf eine Änderung der internationalen Ordnung, häufig gegen "den Westen". Bekanntestes Beispiel ist das Terrornetzwerk Al-Qaida. Dabei gelten fragile Staaten als potentielle "Rückzugsräume" für transnational agierende Terroristen: Wo stabile staatliche Strukturen und Institutionen fehlen, bieten sich ihnen Möglichkeiten, Terrorzellen aufzubauen und Kämpfer zu rekrutieren.

Weitere Informationen im Beitrag von Dr. Ulrich Schneckener: Transnationale Terroristen als Profiteure fragiler Staatlichkeit (aus DGVN, Blaue Reihe Nr. 97, 2007)

Hintergrund: Basis-Informationen UN und Terrorismus

Mit den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 haben die Anstrengungen der Vereinten Nationen im internationalen Kampf gegen den Terrorismus eine programmatische und institutionelle Intensivierung erfahren. Allerdings beschäftigt sich die Weltorganisation bereits seit Jahrzehnten mit dem Phänomen "Terrorismus". Erfahren Sie im mehr über die historischen Grundzüge der Anti-Terrorismus-Politik im Rahmen der UN in unseren Basis-Informationen: Die Vereinten Nationen und der Terrorismus (Stand: 2004)