Vereinte Nationen und Terrorismus

Bereits seit Jahrzehnten befassen sich die Vereinten Nationen mit der Bekämpfung des Terrorismus. Von Beginn an richteten sich die Resolutionen von Generalversammlung und Sicherheitsrat auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in diesem Feld. Die Empfehlungen und Maßnahmen verfolgen insbesondere die Ziele, Terrorismusfinanzierung zu unterbinden, internationalen Waffenhandel zu kontrollieren, "Rückzugsräume" abzuschaffen, Reisemöglichkeiten verdächtiger Personen einzuschränken sowie den zwischenstaatlichen Informationsaustausch über Ermittlungsergebnisse zu fördern.

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  • Konflikte & Brennpunkte Libyen Friedenssicherung Terrorismus

    Libyen - ein unlösbarer Konflikt?

    Die Flagge Libyens vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York (Juli 2016)

    Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen extrem fragil. Die Vereinten Nationen setzen sich mit einer politischen Mission für die Schaffung von stabilen Institutionen und Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau des Landes ein. Welchen Problemen stehen sie aktuell dabei gegenüber und wie könnte der Transitionsprozess des Landes vorangebracht werden?

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  • Terrorismus Frauen & Kinder

    Frauen, Männer und Extremismus

    © UN Women/Christopher Herwig

    Gewaltbereiter Extremismus nimmt zu. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts stieg die Zahl der Todesopfer um fast das Neunfache: von 3.329 im Jahr 2000 auf 29.296 im Jahr 2015. Deshalb erklärte der neue VN-Generalsekretär die Extremismus- und Terrorismusprävention zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit. Im März schlug Guterres den Mitgliedstaaten im Rahmen der VN-Counter-Terrorism-Strategie die Gründung des neuen „Office of Counter-Terrorism“ vor; Extremismusprävention nimmt hierbei einen prominenten Platz ein. Unsere Autorin Kristina Lunz argumentiert, dass Geschlechterdynamiken dekonstruiert werden müssen, um Extremismus vollständig zu verstehen. Denn erst dann kann in einem zweiten Schritt nachhaltige Präventionsarbeit geleistet werden.

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  • Friedenssicherung Terrorismus

    Gewaltbereiter Extremismus als Herausforderung der Friedenssicherung

    Peacekeeper begutachten den Ort eine Anschlages in Mali bei dem sechs ihrer Kollegen getötet wurden.

    Als eine der Hauptaufgaben der Vereinten Nationen dient die Friedenssicherung der Schaffung von Frieden, dem Aufbau einer stabilen Ordnung nach Konflikten und dem Schutz der Zivilbevölkerung. In den letzten Jahren wurde diese Arbeit jedoch zunehmend durch gewaltsame Übergriffe extremistischer Gruppierungen auf die UN-Friedensmissionen und asymmetrische Bedrohungen erschwert. Bei Einsätzen in Somalia, Mali und im Sudan wurden Blauhelmsoldaten gezielt von kriminellen bewaffneten Gruppen attackiert. Die Vereinten Nationen müssen sich daher mit der Rolle von Friedensmissionen bei der Bekämpfung von gewaltbereitem Extremismus auseinander setzen und die Ausstattung der Missionen verbessern.

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  • Libyen Waffen/Waffenhandel Terrorismus Friedenssicherung

    Interview mit dem Sondergesandten für Libyen: "Es muss endlich eine Regierung der nationalen Einheit her"

    Martin Kobler, der Leiter von UNSMIL

    Martin Kobler ist UN-Sondergesandter für Libyen und leitet die politische Mission der Vereinigten Nationen, UNSMIL. Im Interview mit der DGVN spricht er über aktuelle Herausforderungen, die Zukunft des Landes und seine Arbeit.

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  • Friedenssicherung Terrorismus Libyen

    Libyen am Scheideweg: ein geteiltes Land im Transistionsprozess

    Libysche Demonstranten in Tripolis im Dezember 2011

    Seitdem das Regime Muammar Gaddafis im Jahr 2011 gestürzt wurde, ist Libyen auf der Suche nach Frieden und Stabilität. Die Vereinten Nationen um ihren Sondergesandten Martin Kobler unterstützen diesen Prozess. Trotz einiger Fortschritte, die zuletzt erzielt wurden, ist die Zukunft immer noch ungewiss.

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  • Terrorismus

    Vereinte Nationen warnen: Sahelzone könnte zum Rückzugsraum für Terroristen werden

    Eine dunkelhaarige Frau mir Brille sitzt an einerm Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.

    Terroristische Anschläge in Nigeria, Niger, Kamerun, Tschad und Mali sowie der ungelöste politische Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik lassen die Sahelzone nicht zur Ruhe kommen. Mangelnde Bildungs- und Berufschancen für die Jugend verursachen Flüchtlingsbewegungen und begünstigen den Vormarsch radikaler Gruppen. Der UN-Sicherheitsrat forderte in einer Erklärung mehr internationale sicherheitspolitische Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe um die Sahelzone zu stabilisieren.

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  • Terrorismus

    Erschütternder Zwischenbericht zum Boko-Haram-Terror

    Rechts sitzt eine Frau mit einem Baby auf dem Arm. Links von ihr sitzt ein Kind, deren rechter Arm amputiert wurde.

    Anfang Juli präsentierte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte dem UN-Menschrechtsrat in Genf die Ergebnisse der Reise seines Erkundungsteams nach Zentralafrika. Die Dimension der von der Terrormiliz Boko Haram verübten Gräueltaten ist erschreckend und sprengt jegliche Vorstellungskraft. Neben Nigeria sind auch Kamerun, Niger und Tschad betroffen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die jüngsten Angriffe der radikalen Extremistengruppe auf Muslime und Christen.

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  • Terrorismus

    Kampf gegen Boko Haram: AU und UN kündigen Schulterschluss an

    UN-Generalsekretär Ban spricht auf der 24. Gipfelkonferenz der Afrikanischen Union. Die Zusammenarbeit zwischen UN und AU habe hohen Stellenwert für Frieden und Sicherheit in Afrika. UN-Foto: Eskinder Debebe

    Während sich die radikale Extremistengruppe Boko Haram am Wochenende erneut schwere Gefechte mit dem nigerianischen Militär geliefert hat, kündigte die Afrikanische Union (AU) an, den Kampf gegen die Terroristen zu verstärken. Auf ihrer Konferenz in der Äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wurde unter Anwesenheit des UN-Generalsekretärs eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen angekündigt.

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  • Terrorismus

    Keine Unterstützung im Kampf gegen ISIS: Sicherheitsrat verharrt in Beobachterrolle

    Im westkurdischen Siedlungsgebiet Rojava ist ISIS bis auf wenige Kilometer herangerückt.

    Untätigkeit des UN-Sicherheitsrats spielt Terrormiliz in die Hände - Die islamistische Terrororganisation ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien) bleibt weiterhin eine massive Bedrohung für die Menschen im Irak und Syrien. Trotz Massengräbern und wochenlanger Belagerung der Stadt Kobane verharrt der UN-Sicherheitsrat in seiner Beobachterrolle. Unterdessen schließen sich Tausende Ausländer den Dschihadisten an.

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  • Terrorismus

    Gewaltherrschaft der IS-Terrormilizen hält an

    Jesidische Familien flüchten durch eine kahle Bergregion.

    Nach ihrem erfolgreichen Vormarsch im Irak und in Syrien gelingt es den Terrormilizen der Organisation „Islamischer Staat“ (IS), ihre Stellungen zu halten. Auch wenn die Gruppe keine nennenswerten Bodengewinne verzeichnen konnte: aus dem Inneren heraus wird sie stärker, denn IS erhält ständig Zulauf von Hunderten Kämpfern. Ca. 1,8 Millionen Iraker mussten unterdessen aus ihrer Heimat fliehen.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

Vereinte Nationen und Terrorismus

"Wir verurteilen mit Nachdruck den Terrorismus in allen seinen Arten und Erscheinungsformen, gleichviel von wem, wo und zu welchem Zweck er begangen wird, da er eine der schwersten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit darstellt."

(Ergebnisdokument UN-Weltgipfel 2005)

Transnationaler Terrorismus & fragile Staaten

Die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA hatten gezeigt, dass der internationale Terrorismus der 1970er und 1980er Jahre zunehmend durch den transnationalen Terrorismus abgelöst worden war. Dieser operiert unabhängig von nationalstaatlichen Grenzen und verfügt über weltweit vernetzte Strukturen; ein transnationales Netzwerk aus Terrorgruppen, die zwar autonom agieren, aber dennoch strategisch, ideologisch und strukturell miteinander verbunden sind. Ihr Kampf richtet sich auf eine Änderung der internationalen Ordnung, häufig gegen "den Westen". Bekanntestes Beispiel ist das Terrornetzwerk Al-Qaida. Dabei gelten fragile Staaten als potentielle "Rückzugsräume" für transnational agierende Terroristen: Wo stabile staatliche Strukturen und Institutionen fehlen, bieten sich ihnen Möglichkeiten, Terrorzellen aufzubauen und Kämpfer zu rekrutieren.

Weitere Informationen im Beitrag von Dr. Ulrich Schneckener: Transnationale Terroristen als Profiteure fragiler Staatlichkeit (aus DGVN, Blaue Reihe Nr. 97, 2007)

Hintergrund: Basis-Informationen UN und Terrorismus

Mit den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 haben die Anstrengungen der Vereinten Nationen im internationalen Kampf gegen den Terrorismus eine programmatische und institutionelle Intensivierung erfahren. Allerdings beschäftigt sich die Weltorganisation bereits seit Jahrzehnten mit dem Phänomen "Terrorismus". Erfahren Sie im mehr über die historischen Grundzüge der Anti-Terrorismus-Politik im Rahmen der UN in unseren Basis-Informationen: Die Vereinten Nationen und der Terrorismus (Stand: 2004)