Menü

Terrorismus

Bereits seit den 1970er Jahren befassen sich die Vereinten Nationen mit der Bekämpfung des Terrorismus. Von Beginn an richteten sich die Resolutionen von Generalversammlung und Sicherheitsrat auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in diesem Feld.

Quartier der UN-Mission in Mali nach einem terroristischen Angriff (UN Photo/Marco Dormino)

Die Empfehlungen und Maßnahmen der Vereinten Nationen verfolgen insbesondere die Ziele, Terrorismusfinanzierung zu unterbinden, internationalen Waffenhandel zu kontrollieren, "Rückzugsräume" abzuschaffen, Reisemöglichkeiten verdächtiger Personen einzuschränken sowie den zwischenstaatlichen Informationsaustausch über Ermittlungsergebnisse zu fördern. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA intensivierten die UN ihre Bemühungen auf dem Gebiet der Terrorismusbekämpfung. Eine bedeutende Errungenschaft ist die 2006 einstimmig von der Generalversammlung angenommene "Weltweite Strategie der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Terrorismus". Sie steht für den Konsens der internationalen Gemeinschaft und betont die Achtung der Menschenrechte sowie der Rechtsstaatlichkeit bei der Terrorismusbekämpfung.

Dennoch wurden auch gegenüber einigen Anti-Terror-Maßnahmen der Vereinten Nationen menschenrechtliche Bedenken geäußert. Dazu gehörten etwa Individualsanktionen des Sicherheitsrates. Problematisch bleibt auch, dass sich die Mitgliedsstaaten nicht auf eine gemeinsame Definition von Terrorismus einigen konnten. Die Grenzziehung zwischen legitimen Befreiungsbewegungen und Terroristen bliebt damit oft eine Interpretationsfrage einzelner Staaten.


Nachrichten


  • Peacekeeper begutachten den Ort eine Anschlages in Mali bei dem sechs ihrer Kollegen getötet wurden.

    Gewaltbereiter Extremismus als Herausforderung der Friedenssicherung

    Als eine der Hauptaufgaben der Vereinten Nationen dient die Friedenssicherung der Schaffung von Frieden, dem Aufbau einer stabilen Ordnung nach Konflikten und dem Schutz der Zivilbevölkerung. In den letzten Jahren wurde diese Arbeit jedoch zunehmend durch gewaltsame Übergriffe extremistischer Gruppierungen auf die UN-Friedensmissionen und asymmetrische Bedrohungen erschwert. Bei Einsätzen in Somalia, Mali und im Sudan wurden Blauhelmsoldaten gezielt von kriminellen bewaffneten Gruppen attackiert. Die Vereinten Nationen müssen sich daher mit der Rolle von Friedensmissionen bei der Bekämpfung von gewaltbereitem Extremismus auseinander setzen und die Ausstattung der Missionen verbessern. mehr

  • Martin Kobler, der Leiter von UNSMIL

    Interview mit dem Sondergesandten für Libyen: "Es muss endlich eine Regierung der nationalen Einheit her"

    Martin Kobler ist UN-Sondergesandter für Libyen und leitet die politische Mission der Vereinigten Nationen, UNSMIL. Im Interview mit der DGVN spricht er über aktuelle Herausforderungen, die Zukunft des Landes und seine Arbeit. mehr

  • Libysche Demonstranten in Tripolis im Dezember 2011

    Libyen am Scheideweg: ein geteiltes Land im Transistionsprozess

    Seitdem das Regime Muammar Gaddafis im Jahr 2011 gestürzt wurde, ist Libyen auf der Suche nach Frieden und Stabilität. Die Vereinten Nationen um ihren Sondergesandten Martin Kobler unterstützen diesen Prozess. Trotz einiger Fortschritte, die zuletzt erzielt wurden, ist die Zukunft immer noch ungewiss. mehr